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Pastoralverbund
Dortmund Mitte-Ost

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An(ge)dacht - 12. November2016

Der Spätsommer führte 39 Mitglieder der drei Pfarrgemeinden ins Baltikum. Unvergesslich bleiben mir die Bilder des Kurischen Haffs und die Begegnung im nahen Stadtwald Rigas, wo wir der deportierten, jüdischen Mitbürger aus dem Regierungsbezirk Arnsbergs und eben Dortmunds gedachten, die dort nach dem Ghettobezug umgebracht und in Massengräbern verscharrt wurden. Beides, dass Haff und der Wald bei Riga, sind Begriffe, die für mich mit Leid, Krieg und Tod verbunden sind. Wohlbehalten sind wir wieder zu Hause und haben mit dem 1. November - Allerheiligen - und 2. November - Allerseelen - unserer Verstorbenen gedacht.
Der 13. November ist in diesem Jahr der Volkstrauertag. Nach dem rassistisch motivierten Vernichtungskrieg des nationalsozialostischen Deutschlands gegen seine Nachbarn im Osten, nach der deutschen Gewaltherrschaft über Europa und millionenfacher Zwangsarbeit, was das Erinnern an deutsche Opfer ein sensibles Thema. Mit über 70 Jahren Abstand bedarf es einer gemeinsamen Erinnerungskultur. Wir haben uns zu erinnern, dass Millionen Kinder, Frauen und Männer Opfer von Kriegen wurden. Und wir dem Frieden verpflichtet sind. Am Sonntag, 13. November, gedenkt unser Stadtteil am Ehrenmal in Körne derer, die durch Gewalt und Krieg Opfer wurden. Es ist eine Demonstration für den Frieden, der uns geschenkt ist.

Ihr Klaus Korfmacher, Pfarrer

 

Die Verscheuchte

Else Lasker-Schüler

Es ist der Tag im Nebel völlig eingehüllt,
Entseelt begegnen alle Welten sich -
Kaum hingezeichnet wie auf einem Schattenbild.

Wie lange war kein Herz zu meinem mild…
Die Welt erkaltet, der Mensch verblich.
Komm bete mit mir - denn Gott tröstet mich.

Wo weilt der Odem, der aus meinem Leben wich?
Ich streife heimatlos zusammen mit dem Wild
Durch bleiche Zeiten träumend - ja ich liebte dich…

Wo soll ich hin, wenn kalt der Nordsturm brüllt?
Die scheuen Tiere aus der Landschaft wagen sich
Und ich vor deine Tür, ein Bündel Wegerich.

Bald haben Tränen alle Himmel weggespült,
An deren Kelchen Dichter ihren Durst gestillt -
Auch du und ich.

Zwischen Grusel und Humor

Markus Veith liest aus Edgar Allan Poes düsteren Werken

WAMBEL. „… sprach der Rabe: Nimmermehr!“ Ganz im Zeichen des Federtiers, das sich immer wieder zu Wort meldete, stand Markus Veiths Programm „Einst, um eine Mitternacht…“ mit schaurig-humorigen Geschichten von Edgar Allan Poe bei der KAB im Pfarrheim St. Meinolfus.

Eine ausgewogene Mischung aus Grusel und Humor strebte Markus Veith in seinem EinMann-Stück an. „Es ist Zeit, dass Poe eine Renaissance erlebt“, sagte er. Neben dem „Raben“, Poes berühmtestem Gedicht, aus dem sich der Titel des Stücks herleitet, nahm Veith auch Prosageschichten ins Programm, präsentierte diese aber in Reimform.

Blitzschnelle Wechsel

Einige wie „Der Untergang des Hauses Usher“ standen für sich allein, andere wurden gemischt – etwa aus „Die schwarze Katze“ und „Das verräterische Herz“. Dabei gelang es Veith, die Zuschauer dies nicht merken zu lassen. 
Blitzschnell wechselt er im Stück unter der Regie von Amelie Auer Rollen und Stimmungen. Das einfache, gleichzeitig aber wirkungsvolle Bühnenbild bestand aus dunklen Vorhängen, einem Garderobenständer, einem Tisch und zwei Stühlen. Der hohe Raum des Pfarrheims tat sein Übriges. 
Die weiteren „Protagonisten“ des Stücks, wie etwa der letzte Erbe der Ushers oder eine Witwe, wurden von Veith durch lebensgroße Puppen von Thomas Glasmeyer zum Leben erweckt. „Die Rollen wirken dadurch einerseits menschlich, bleiben aber trotzdem unmenschlich.“ Gemälde, die Ushers Vorfahren darstellten, wurden von Comiczeichner Christian Turk geschaffen. Neben dem Grusel kam aber auch der Humor nicht zu kurz. So sagte Veith über den hereingeflogenen Raben: „Toll, jetzt kackt er mir die Wohnung voll.“ 
Und im „Untergang des Hauses Usher“ kommentierte er ein Gemälde mit „Der gute alte Onkel Vince. Alles Gute hat seinen Preis“ – eine Anspielung auf den Horrorschauspieler Vincent Price. Für die richtige Stimmung sorgten nicht nur die Lichteffekte, die die Bühne passend ausleuchteten oder sie in ein bedrohliches Rot tauchten, sondern auch der Sound von Alexander Terzakis.

Vom Wesen der Raben

Zwischen den Geschichten oder auch mittendrin kam immer wieder der Rabe zu Wort. Veith schlüpfte dazu in schwarze Maske und Federkleid und philosophierte etwa über das Wesen von Raben und Katzen. Auch zum Abschluss meldete er sich und wünschte gute Träume. Die etwa 30 Zuschauer im Pfarrheim, Rabenstraße 5, dankten es ihm mit begeistertem Applaus. 

Weitere Infos unter www.veithstanz.de

Quelle: Ruhr Nachrichten vom 24.10.2016/ Text: Tobias Weskamp, Foto: Oliver Schaper

An(ge)dacht - 30.Oktober 2016

Selig, wer Macht und Geld hat!?

Liebe Gemeinde,

den Begriff „Scheinheilig“, können wir uns leicht erklären. Wir alle kennen Situationen, in denen uns scheinheilige Menschen oder Angebote begegnet sind. Doch wie ist es mit dem Begriff „Heilig“? Mit Hilfe der Seligpreisungen aus dem Evangelium können wir der Sache auf die Spur kommen. Doch sind die Seligpreisungen heute noch realistisch? Uns begegnen doch tagtäglich andere Arten von Seligpreisungen wie z.B.: Selig, wer Macht und Geld hat. Selig, wer immer gute Leistung bringt. Selig, wer nach seinem Vorteil handelt und sich durchsetzen kann. Als Christen sind wir jedoch dazu aufgerufen, anders zu denken.

In der Bergpredigt zeigt uns Jesus den Weg zum wahrhaft Heiligen bzw. Seligen. Ganz klar lesen wir hier, welches Verhalten, welche Einstellungen für Gott von Bedeutung sind:

Selig, die arm sind vor Gott; selig die Trauernden; selig, die keine Gewalt anwenden; selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; selig die Barmherzigen; selig, die ein reines Herz haben; selig, die Frieden stiften; selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; selig, die um Jesu Willen beschimpft und verfolgt werden.

Diese Botschaft geht nicht an Menschen die denken, alles aus sich heraus tun zu können. Diese Botschaft gibt allen Zuversicht, die nicht nur an sich selbst denken. Gott erwartet von uns nichts Übermenschliches, er erwartet von uns Menschlichkeit. Heiligwerden bedeutet somit auch nicht mit verklärtem Blick und frommen Verrenkungen durch die Welt zu laufen. Wem würde das nützen? Es bedeutet, dass wir Gott in unser Herz lassen.

Menschen, die Heil bringen, die durch die Liebe Gottes in unserer Welt wirken, das sind für mich Heilige. Ich bin mir sicher, dass jeder von uns durch seine Liebe schon Heil gebracht hat. Das fängt bereits bei Kleinigkeiten an. Sei es durch tröstende, liebevolle Worte oder durch eine hilfreiche Tat. Da gibt es den jungen Mann, der für die ältere Nachbarin Besorgungen macht. Da ist die Krankenschwester, die ihren Patienten Mut zuspricht. Da ist die Rentnerin, die von ihrer kleinen Rente für arme Kinder spendet. Alle diese Menschen sind Heilige, weil sie Heil bringen. Gott selbst dabei ist der Antrieb, da jede Art der Liebe von Gott kommt.

Nach Mutter Theresa bedeutet heilig sein, „Gott zu erlauben, sein Leben in uns zu leben.“ Wenn wir also nun das Fest Allerheiligen feiern, wollen wir an die vielen unbekannten Heiligen die mitten unter uns sind und waren denken. Das Fest soll uns ermutigen, Gott in unser Herz zu lassen und für einander da zu sein, damit wir unseren Weg zur Heiligkeit gehen können.

Herzliche Grüße.

Ihre Janine Hellbach

 

An(ge)dacht - 14. Oktober 2016

Liebe Brüder und Schwestern!

Am 15. Oktober ist der Gedenktag der Hl. Theresa von Avilia. Zugleich ist der 15. Oktober ihr Todestag. Doch eigentlich wäre ihr Todestag der 05. Oktober, doch im Jahre 1582 ist vom damaligen Papst Gregor XIII. eine Kalenderreform durchgeführt worden, um den kalendarischen Frühlingsanfang näher an den astronomischen zu bringen.

Auf einmal waren es 10 Tage weniger. Doch erleben wir es eigentlich nicht eher umgekehrt. Manche wünschen sich, dass es mehr Tage gibt. Es gibt aber nicht mehr Tage. In Psalm 90, Vers 12 heißt es: „Unsere Tage zu zählen lehre uns, dann gewinnen wir ein weises Herz." Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben. Doch wie sieht das aus?

Darauf gibt uns die Hl. Theresa Antwort geben: „Nichts soll dich beunruhigen; nichts ängstige dich. Wer Gott hat, dem fehlt nichts. Gott allein genügt."
Er genügt und mehr braucht man nicht, aber auch nicht weniger.

Ihr
Norbert HAGEMEISTER, Pastor

An(ge)dacht - 01. Oktober 2016 (2)

„Ich rufe dir ins Gedächtnis:
Entfache die Gnade Gottes wieder,
die dir durch die Auflegung meiner Hände
zuteil geworden ist.
Denn Gott hat uns nicht
einen Geist der Verzagtheit gegeben,
sondern den Geist der Kraft,
der Liebe und der Besonnenheit."

Timotheus ist sehr jung Bischof geworden; damals verantwortlich für eine größere Region. Vielleicht heute vergleichbar mit einem Pfarrer, der einen pastoralen Raum leiten soll. Er erlebt viel Anfeindung von den Älteren, die sowieso alles besser wissen, weil sie meinen, mehr Erfahrung zu haben. Und überhaupt: Wieso sollte man sich von so einem jungen Hüpfer etwas sagen lassen?

Da erinnert Paulus seinen Schüler an das Geschenk der Taufe: Gottes Geist, der in ihm lebendig ist und wirkt. Dieser Geist wird ihm die nötige Kraft geben, weiter seiner Linie treu zu bleiben; die nötige Liebe seinen Gegnern gegenüber; und die
Besonnenheit, klug und angemessen auf die Berufspessimisten und Hochmütigen zu reagieren.

Uns allen täte die Erinnerung an dieses Taufgeschenk auch ganz gut. Momentan werden wir von Weltuntergangspessimisten nur so angeblökt:

- Das christliche Abendland geht unter!
- Die Flüchtlinge ruinieren uns!
- Sie bringen nur Terror und Gewalt!
- Wir müssen alle Grenzen schließen!
- Die Regierung tut nichts! ...

Wer sich besonnen die Lage und die Fakten anschaut erkennt leicht, wie unsäglich dumm und falsch diese Behauptungen sind. Ja, wir leben in einer Zeit, die eine Herausforderung für uns ist. Das gemütliche Leben auf der Insel der Seligen und Reichen ist vorbei. Aber: Wir alle haben die nötige Kraft ins uns, die damit verbundenen Aufgaben zu meistern. Und vor allem haben wir die nötige Liebe, in der „Bedrohung" konkrete Menschen in Not zu sehen und zu helfen. Es gibt keinen Grund zu verzagen und denen auf den Leim zu gehen, die aus Eigeninteresse die Ängste schüren. Wer sich dem Geist Gottes überlässt kann in großer Gelassenheit sagen: „Wir schaffen das!"

Ihr Pastor Gottschlich

   

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September
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Oktober
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8
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PGR St. Martin

Oktober
Donnerstag
12
20:00 h
Gemeindesaal St. Martin